Weitwinkelobjektive im praktischen Einsatz

Ein Weitwinkelobjektiv von 35 mm Brennweite lässt sich, ebenso wie die Weitwinkel Objektive nächst kürzere Brennweite 28 mm, problemlos einsetzen, wenn auf dem Bild eben etwas mehr von einem Motiv zu sehen sein soll. Dabei muss den Aufnahmen nicht anzusehen sein, dass sie mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurden, sofern die Kamera möglichst waagerecht gehalten wird und die Aufnahmeposition sich in Augenhöhe befindet. Ab einer Brennweite von 24 mm verraten die Bilder immer deutlicher, dass Weitwinkelobjektive bei ihrer Aufnahme eingesetzt wurden. Die im Vergleich zu einem Standardobjektiv stärker ausgeprägte Schärfentiefe ist auch bei voll geöffneter Blende sehr präsent, die Tiefenstaffelung ist jedoch im Vergleich zu einem Standardobjektiv gleicher Brennweite deutlicher ausgeprägt. Dieser Effekt verstärkt sich mit einer weiteren Verkürzung der Brennweite noch weiter: Das unteren Ende stellen Weitwinkelobjektive mit 14 mm Brennweite dar, die horizontal über einen Bildwinkel von etwa 114° verfügen. Die Abbildung des Motivs erfolgt dabei ohne eine starke tonnenförmige Verzeichnung, die typisch für Aufnahmen mit einem Fisheye-Objektiv sind.