Lytro-Lichtfeldkamera – Die neue Dimension der Schärfe

Die neu erschienene Lytro-Lichtfeldkamera wurde von den Entwicklern hergestellt, um die Fotografie in ganz neue Dimensionen zu transzendieren. Da es sich hierbei um ein hochgestecktes Ziel handelt, wollen wir einmal einen genaueren Blick auf die Lytro und ihre Stärken und Schwächen werfen;

Das Prinzip ist anders als bei einer normalen Digitalkamera, so viel steht fest; Die plenoptische Kamera erfasst nicht nur ein zweidimensionales Bild, sondern gleich ein vierdimensionales Lichtbild. Hierbei ist neben der Licht-Intensität und der Position auch die Richtung bekannt, aus welcher der Lichtstrahl einfällt. Ermöglicht wird das durch die Lichtfeldmessung durch ein Mikrolinsen-Gitter vor dem Bildsensor. Durch diese Technik kann das einfallende Licht also erfasst werden, bevor es auf den Sensor trifft. Das führt dazu, dass die Schärfe des Bildes im Nachhinein bestimmbar ist, was auf jedem Punkt des Bildes funktioniert. Es werden also interaktive Fotos aufgenommen, Lytro selbst nennt das „Living Pictures“.

Optische Besonderheiten

Die Lichtfeldkamera unterscheidet sich nicht nur technisch von herkömmlichen Digitalkameras, sondern weist auch optisch große Unterschiede auf. Das Gehäuse der Lytro hat die Form eines mathematischen Quaders und hat ein Gewicht von 214 Gramm (inklusive Akku). Die Speicherkapazität der Kamera liegt wahlweise bei 8 oder 16 Gigabyte. Zudem ist das Modell in verschiedenen Farben erhältlich.

Wie funktioniert die Bildbearbeitung

Die geschossenen Bilder können zu jeder Zeit nachträglich neu fokussiert werden, was ganz einfach per Maus- oder Fingerklick möglich ist. Um die Bilder bequem bearbeiten zu können, empfiehlt sich jedoch die Übertragung auf den PC, da der kameraeigene Bildschirm leider etwas klein geraten ist und sich auch durch seine schlechte Auflösung als nicht sonderlich komfortabel erweist. Die Lytro-Lichtfeldkamera kann ebenfalls ein WLAN-Netzwerk aufbauen, welchem mit IOS-Geräten beigetreten werden kann. Damit die Bilder auch gelingen können, braucht man allerdings ein passendes Motiv. Die gezeigten Objekte müssen sich in der Tiefe staffeln, was bedeutet, dass ein Motiv im Vordergrund, eins in der Mitte und ein weiteres im Hintergrund des Bildes angesiedelt werden sollte.

Fazit:

Die Lytro-Lichtfeldkamera bietet zwar eine neue Dimensionen der Lichtfeldtechnik, allerdings muss hinzukommend gesagt werden, dass hier noch eine Menge Entwicklungsarbeit nötig ist, um eine vollends überzeugende Lichtfeldkamera auf den Markt zu bringen; Die Bildqualität der Lytro liegt im Bereich normaler Digitalkameras. Der Weißabgleich könnte eindeutig besser sein und auch das bereits genannte Display konnte nicht überzeugen. Nichts desto Trotz ist die Lytro eine absolut faszinierende Kamera, die bis zur Überarbeitung und Weiterentwicklung definitiv im Auge behalten wird.

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