Schluss mit dem Trend: Höhere Lichtstärke statt mehr Megapixel

Immer mehr verschiedene Modelle, neue Produktserien und doch Höhere Lichtstärke statt mehr Megapixel relativ wenig Weiterentwicklung: Auf dem Gebiet der digitalen Fotografie tat sich in den letzten ein, zwei Jahren relativ wenig hinsichtlich des Ideenreichtums der Hersteller digitaler Kameras. Satt durch wahrlich innovative Features zu glänzen und sich so von den zahlreichen Mitbewerbern am Markt abzuheben, wurde die Zahl der Megapixel kontinuierlich erhöht. Besonders in der Klasse der Kompaktkameras, welche sich vornehmlich an Einsteiger richtet, versuchten viele Unternehmen diese Erhöhung der maximalen Auflösung als Weiterentwicklung zu verkaufen. Zugegeben: Wer sich nicht intensiver mit der digitalen Fotografie beschäftigt hat, könnte schnell fehlgeleitet werden in dem Glauben, mit der Erhöhung der Megapixel erhöhe sich gleichzeitig auch die Bildqualität. Dabei kommt es hier noch auf ganz andere Faktoren an, die lange vernachlässigt wurden seitens der Hersteller. Nun aber hat offenbar ein Umdenken eingesetzt.

Pixel-Fehler oder Bildrauschen

Da in der Vergangenheit oftmals lediglich die Auflösung erhöht wurde, der Fokus dabei aber von der Bildqualität im Ganzen abwich, enttäuschten viele Kameramodelle sogar im Vergleich mit ihren Vorgängern. Häufigstes Manko hier war vor allem die Lichtstärke; wer bei niedrigem Umgebungslicht versuchte, vernünftige Fotos zu schießen, stand dabei nicht selten im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln. Die Zahl der Megapixel wird definiert durch die Anzahl kleiner Lichtsensoren auf dem Chip im inneren der Kamera. Jeder Chip steht dabei für einen Megapixel, benötigt aber auch entsprechendes Licht, um diese Pixel auf dem Foto entsprechend abzubilden. Bekommen die Sensoren zu wenig des durch die Linse einfallenden Lichts, werden die jeweiligen Pixel nicht sauber abgebildet und zusätzlich durch Lichtbrechungen und Reflexionen an den Rändern der Sensoren unsauber dargestellt.

Neue, vielversprechende Technologien

Mangelnde Lichtstärke der Kameras war in der Vergangenheit bisher nur durch Erhöhung des ISO-Wertes auszugleichen. Dabei nahm man jedoch starkes Bildrauschen in Kauf. Nun stellen diverse Hersteller Kameramodelle vor, die diese Schwachstelle beheben und die hohen Megapixel-Zahlen letztlich auch endlich wirklich nutzbar machen. Fujifilm hat dabei eine Technik entwickelt, die zwei Bildsensoren miteinander verbindet, wenn einer der Sensoren zu wenig Licht bekommt, Sony hat die Anordnung der Sensoren neu konzipiert, so dass diese stärker im Einfallsbereich des Lichts liegen und darüber hinaus noch störende Reflektionen verhindern. Als eine der „wichtigsten Neuerungen bei den Kleinstkameras seit der Einführung der Bildstabilisierung“ beschrieb der New-York-Times-Redakteur David Pogue diese Technologien jüngst und es bleibt zu hoffen, dass dies auch von anderen Herstellern erkannt und in der Zukunft umgesetzt wird.

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