Aktfotografie – der bloße Mensch

Die Illustration menschlicher Nacktheit wurde in der Antike als eine Spiegelung göttlicher Ordnung betrachtet und hat bis heute vor allem ein Ziel – die Ästhetik. Der Begriff Akt stammt aus dem lateinischen und leitet sich von agere, in Bewegung setzen, und actus, einer Gestikulation, ab; meint also nichts anderes als die Bewegung des menschlichen Körpers. In der Kunstgeschichte gehört der Akt zu den ältesten Disziplinen und es ging sowohl früher als auch heute um die Abbildung des Menschen an sich, in seiner bloßen und unverfälschten Form. Die heutzutage meist erotisch verstandene Fotografie, stellt einen besonderen Zweig dar und erfordert gewisse Grundvoraussetzungen, um gelingen zu können.

Das technische Equipment

Der erste Schritt auf dem Weg zu gelungenen Aktbildern, liegt in der passenden Wahl der Kameraausrüstung; wie bei allen Disziplinen der Fotografie steigert sich die Qualität der Fotos mit den Fähigkeiten des Fotografen und dem Potenzial des entsprechenden technischen Equipments. Für die Aktfotografie am besten geeignet, ist eine Spiegelreflexkamera - diese Modelle zeichnen sich durch eine hohe Bildqualität und viele flexible Einstellungsmöglichkeiten aus. Für die Aktfotografie spielen die Lichtverhältnisse eine übergeordnete Rolle, daher sollte bei der Kamerawahl darauf geachtete werden, dass Blenden- und Verschlusszeit manuell eingestellt werden können. In die engere Auswahl kommen daher nicht nur DSLR-Kameras, sondern auch Bridge- und Systemmodelle.

Neben der Kamera selbst, ist ein passendes Objektiv von hoher Relevanz für den späteren Erfolg. Empfehlenswert ist hier ein Teleobjektiv, kennzeichnend für diese Objektive gegenüber Normal-Objektiven, sind eine längere Brennweite und ein kleinerer Bildwinkel.

Entspannte Atmosphäre im Team

Bevor es an die genaue Positionierung und die Ablichtung des Models geht, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sich die vorherrschende Atmosphäre auf dem Foto bemerkbar machen wird, sobald diese negativ ausfällt. Deswegen ist es ratsam, eine möglichst natürliche und entspannte Umgebung für alle Beteiligten zu kreieren, in der ein entspanntes Arbeiten von allein Seiten aus möglich ist.

Eine Frage der Ästhetik

Es gibt unterschiedlichste Szenerien für die Aktfotografie, hierbei kommt es nun ganz auf den Fotografen und dessen Vorstellungen an. Ob in geschlossenen Räumen oder im Freien, die Positionierung und Präsentation des Models stellt bei der Aktfotografie eine besonders herausragende Rolle dar und bestimmt des Gesamteindruck des Bildes. Anfänger auf dem Gebiet der Aktfotografie neigen dazu, das Model direkt und mittig zu platzieren, was häufig ein wenig langweilig und billig wirkt. Um ästhetische Aufnahmen hervorzubringen, sollte das Model in die Umgebung eingebunden und ein Teil von eben dieser werden. Die Verflechtung des Models mit der Umwelt sieht nicht nur besser aus, sondern liefert später auch noch eine sehr viel detaillierte Bildtiefe.

Der Blick für das Wesentliche

Unabhängig von der Umgebung ist die wichtigste Voraussetzung für die gelungene Aktfotografie der Blick für das Wesentliche, also der Blick für das Detail. Kreativität und das richtige Sehen machen einen besonderen Fotografen aus und sind die Grundvoraussetzungen für hochwertige Bilder. Bei der Aktfotografie kann das auch bedeuten, dass der Fokus der Fotografie auf einen gewissen Bildausschnitt, also ein erotisches Detail, fällt. Diese sollte dann herausgearbeitet und intensiviert werden, zum Beispiel mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung. Wichtig ist es in jedem Fall, nicht steif an einer Stelle zu stehen, sondern als Fotograf aktiv und in Bewegung zu bleiben, bis man den perfekten Winkel gefunden hat – auch wenn das bedeuten kann, dass man längere Zeit in einer unnatürlichen Haltung am Boden kauert.

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